Der kleine Leuchtturm – Fantasiereise für Kinder zum Malen
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Ein schmaler Sandweg führt zwischen hohen Dünen hindurch, und links und rechts wächst dichtes, helles Gras. Bei jedem Windstoß neigen sich die Halme zur Seite und rascheln leise wie trockenes Papier. Manche Halme tragen noch kleine Tautropfen vom frühen Morgen, die im Licht ein wenig glitzern. Ein kühler Luftzug streicht dir über die Arme und bringt den Geruch von Salz mit sich. Irgendwo in den Dünen ruft ein Vogel kurz und hell, dann ist es wieder still.
Du gehst Schritt für Schritt den Weg entlang und spürst, wie der Sand unter deinen Füßen nachgibt. Bei jedem Tritt knirscht es ein wenig, und manchmal blitzt zwischen den Grashalmen das Meer auf. Es liegt dort draußen, grau und glatt, ohne eine einzige hohe Welle, ganz ruhig und eben. Der Wind trägt ein feines Rauschen von dort herüber, das gleichmäßig und ruhig klingt. Die Sonne steht noch niedrig am Horizont, und ihr Licht schimmert blass auf den Dünenkuppen um dich herum.
Nach ein paar Schritten wird der Weg etwas breiter, und die Dünen links und rechts werden flacher. Der Blick öffnet sich, und vor dir liegt der Strand, sandig, offen und sehr weit. Hier bläst der Wind etwas kräftiger, bleibt aber mild und weich auf der Haut. Er bringt den Geruch von Seetang und nassem Treibholz mit sich, erdig und leicht salzig. Am Rand des Strandes liegen ein paar große Steine, glatt und rund vom Wasser.
Du gehst an den Steinen vorbei und folgst dem Weg über den festen, feuchten Sand am Ufer. Links zieht sich das Meer flach und grau bis an den Horizont hinaus. Kleine Wellen rollen langsam heran, gleiten über den nassen Sand und ziehen sich wieder zurück. Jedes Mal bleibt ein schmaler Schaumstreifen auf dem Sand, der kurz glitzert und dann verschwindet. Zwischen den Steinen am Ufer liegen ein paar kleine Muscheln, blass und leer, halb vom Sand bedeckt.
Dann bemerkst du etwas am Ende des Strandes, dort, wo ein niedriger Felsen aus dem Sand ragt. Auf diesem Felsen steht ein kleiner Leuchtturm, aufrecht und still, ganz in Weiß gestrichen. In der Mitte trägt er einen breiten roten Streifen, der im Morgenlicht leuchtet. Das runde Dach oben ist dunkelrot und glänzt ein wenig im klaren Licht des Morgens. Er ist nicht sehr groß, aber er steht fest und ruhig auf dem Felsen.
Du gehst näher an den Felsen heran und steigst die wenigen flachen Steinstufen hinauf. Die Stufen sind breit und von der Sonne schon ein wenig angewärmt. Dort oben liegt ein schmaler Plattenweg, der einmal um den ganzen Leuchtturm herumführt. An der Vorderseite sitzt eine schmale Tür im weißen Mauerwerk, und das Holz sieht glatt und still aus. Daneben hängt ein aufgerolltes Seil an einem rostigen Eisenhaken, dick und rau und vom Wetter gezeichnet.
Von diesem erhöhten Platz aus kannst du den ganzen Strand überblicken, bis weit zu den Dünen zurück. Der Sandweg, den du gekommen bist, zieht sich wie ein heller Strich durch das grüne Dünengras. Unten bewegt sich das Gras langsam im Wind, und die feuchten Halme glänzen in der Sonne. Weiter draußen glitzert das Wasser unter der tief stehenden Morgensonne, und der Himmel darüber ist groß und weit. Eine Möwe gleitet durch die stille Luft, dreht eine Runde und lässt sich auf dem Dach nieder.
Nach einer Weile steigst du die flachen Stufen wieder hinunter zum Strand.
Etwas unterhalb des Felsens, nah am Wasserrand, liegt ein kleines Boot halb im feuchten Sand. Es ist blau gestrichen und trägt am oberen Rand einen schmalen weißen Streifen, leuchtend und freundlich in der Morgensonne. Ein hölzernes Paddel lehnt schräg an der Bootswand, halb eingesunken im feuchten Sand daneben. Das Boot schaukelt sacht im flachen Wasser hin und her, ganz gleichmäßig und ohne Eile. Neben dem Boot liegt ein kurzes Tau, ordentlich zusammengerollt und hell auf dem feuchten Sand.
Am Fuß des Leuchtturms setzt du dich auf einen der glatten Steine und legst die Hände darauf. Er fühlt sich fest und glatt an, doch die Sonne hat schon begonnen, ihn langsam zu wärmen. Von hier hörst du die Wellen ganz nah, ihr sanftes Heranrollen und ihr ruhiges Zurückgleiten über den nassen Sand. Zwischen den Wellen weht der Wind über den Felsen und bringt den Geruch von Meer und Stein mit sich. Die Möwe oben auf dem Dach dreht ab und zu den Kopf zur Seite und schaut über das Wasser.
Das Licht wird heller, und ein breiter Streifen Sonne wandert langsam über das Wasser zum Strand. Er erreicht den Leuchtturm und lässt das Weiß aufleuchten, klar und hell vor dem blauen Morgenhimmel. Der rote Streifen in der Mitte glänzt nun kräftiger, als wäre die Farbe gerade frisch aufgetragen worden. Das kleine blaue Boot unten am Ufer schaukelt weiter in seinem eigenen langsamen Takt. Alles hier riecht nach Meer, warmem Stein und dem hellen Holz der Tür.
Du schaust noch einmal über den Strand und das glitzernde Meer dahinter. Der Leuchtturm steht fest und ruhig hinter dir, weiß und rot im warmen Morgenlicht. Die Wellen kommen und gehen, eine nach der anderen, gleichmäßig und still. Die Möwe auf dem Dach faltet die Flügel eng zusammen und schließt langsam die Augen. Ringsum liegt alles still im warmen Morgenlicht.
Alles ist warm und ruhig und weit. Der Morgen liegt still über dem Meer.
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https://www.sylwias-ausmalwelt.de/fantasiereisen-fuer-kinder-zum-malen/
Worum geht es in dieser Geschichte?
Der kleine Leuchtturm lädt Kinder an einen stillen Küstenort ein, an dem alles weit, hell und ruhig wirkt. Die Fantasiereise für Kinder zum Malen beginnt auf einem schmalen Sandweg zwischen hohen Dünen, durch die der Wind leise streicht. Helles Gras bewegt sich sanft, kleine Tautropfen glitzern im Morgenlicht, und zwischen den Halmen blitzt immer wieder das ruhige Meer auf.
Nach und nach öffnet sich der Blick auf den Strand. Dort liegen glatte Steine, kleine Muscheln und feuchter Sand am Ufer, über den die Wellen langsam kommen und wieder zurückgleiten. Am Ende des Strandes steht auf einem niedrigen Felsen der kleine Leuchtturm, weiß gestrichen mit einem roten Streifen, still und freundlich im klaren Licht des Morgens. Ganz in der Nähe liegt ein kleines blaues Boot am Wasserrand, und hoch oben gleitet eine Möwe durch die Luft oder ruht auf dem Dach.
Diese Fantasiereise lebt von leisen Bewegungen, warmem Licht und vielen malbaren Bildern. Kinder können den Strand, den Leuchtturm, das Boot, die Steine und das Meer im Kopf entstehen lassen und die Szene später mit eigenen Farben weitergestalten. Alles endet ruhig, offen und weich, so als würde der Morgen noch lange still über dem Wasser liegen.
Besonders geeignet ist diese Fantasiereise für:
– ruhige Momente am Tag
– kleine Pausen zwischendurch
– den Abend vor dem Einschlafen
– Kinder, die sich gern Bilder im Kopf vorstellen
– Kinder, die ruhige, malbare Fantasiewelten mögen



