Der Schneemann am Zaun – Fantasiereise für Kinder zum Malen

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    Eine verschneite Wiese breitet sich vor dir aus, weiß und weit und ganz still. Der Schnee liegt weich und dick auf dem Boden, und die Mittagssonne lässt ihn überall glitzern. Am Rand der Wiese steht ein alter Holzzaun, und auf jeder Latte sitzt eine kleine weiße Haube. Der Himmel ist hellblau und klar, und dein Atem steigt als feines Wölkchen vor dir auf. Die Luft riecht nach Kälte und nach etwas Frischem, das nur der Winter hat.

    Langsam gehst du hinaus in das weite Weiß. Unter deinen Schuhen knirscht der Schnee leise bei jedem Schritt. Hinter dir bleibt eine Spur aus tiefen Fußstapfen zurück, gerade und deutlich in der glatten Fläche. Die Sonne wärmt dein Gesicht ein wenig, obwohl die Luft kalt ist. Mitten auf der Wiese bleibst du stehen, atmest tief ein und schaust dich in Ruhe um.

    Ringsherum ist alles still. Nur der Zaun und ein paar kahle Bäume am Rand ziehen dunkle Linien durch das helle Bild. Ein Stück weiter vorn fällt dir etwas auf. Dort liegt eine runde Schneekugel auf der Wiese, groß und fest und ganz weiß. Daneben zieht sich eine breite Spur durch den Schnee, als wäre die Kugel langsam über die Fläche gerollt worden und dann genau dort stehen geblieben.

    Du gehst ein wenig näher. Jetzt siehst du noch mehr. Hinter der großen Kugel liegt eine zweite, etwas kleiner, halb im Schnee und doch schon ganz rund. Nicht weit davon ruht noch eine dritte, klein und glatt, als hätte sie nur darauf gewartet, entdeckt zu werden. Für einen Moment bleibst du stehen und schaust auf die drei weißen Formen. Sie liegen still im Mittagslicht, und schon von Weitem passen sie zusammen.

    Langsam gehst du einmal um sie herum. Von jeder Seite sehen die Kugeln ein wenig anders aus. Mal glänzt eine Stelle heller in der Sonne, mal fällt ein weicher Schatten auf den Schnee. Die Spuren ringsherum zeichnen Bögen und Linien in die weite Fläche. Alles zusammen sieht aus wie ein stilles Bild, das einfach mitten auf der Wiese auf dich gewartet hat.

    Nun fällt dein Blick zum Zaun hinüber. Dort lehnt ein alter Besen schräg an einer Latte. Der Stiel ist dunkel und ein wenig krumm, und die Borsten sind braun und fest. Gleich daneben liegt ein kleiner blauer Eimer, halb im Schnee versunken. Das kräftige Blau leuchtet zwischen all dem Weiß so klar, dass du es sofort wieder anschaust.

    Mit ein paar langsamen Schritten gehst du hinüber und bleibst vor den beiden Dingen stehen. Der Besen sieht aus, als gehöre er schon lange zu diesem Ort. Auch der kleine Eimer wirkt, als hätte der Winter ihn dort für genau diesen Augenblick liegen lassen. Als du wieder zu den drei Schneekugeln schaust, wird das Bild in deinem Kopf ganz deutlich. Besen, Eimer und die drei runden Formen passen zusammen, ruhig und selbstverständlich.

    Wenig später steckt der Besen schräg an der mittleren Kugel, und der blaue Eimer sitzt oben ein wenig schief. Jetzt wirkt die weiße Gestalt auf der Wiese noch klarer. Am Fuß des Zauns entdeckst du ein paar kleine dunkle Steine. Sie sind glatt und rund wie Knöpfe und heben sich deutlich vom Schnee ab. Einer nach dem anderen findet seinen Platz, bis oben im weißen Kopf zwei Augen und darunter ein leiser, freundlicher Mund zu sehen sind.

    Dann greifst du in deine Jackentasche. Dort steckt eine Karotte, kühl und fest, leuchtend orange gegen den hellen Schnee. Als sie mitten im Gesicht sitzt, ist das Bild vollständig. Vor dir steht ein Schneemann auf der weiten Wiese, ruhig und rund und ein wenig schief. Sein blauer Eimer leuchtet gegen den Himmel, und die Karotte bringt einen warmen Farbpunkt in all das Weiß.

    Ein paar Schritte gehst du zurück und schaust ihn einfach nur an. Rings um ihn herum liegen deine Spuren im Schnee, daneben die weichen Rollbahnen und die stillen Bögen in der Fläche. Der Besen steht schräg an seiner Seite. Sein Steinmund lächelt ganz ruhig. Nichts an diesem Ort eilt, und nichts muss noch weiterwerden.

    Schließlich setzt du dich auf den Zaun und lässt den Blick über die Wiese wandern. Von hier aus sieht der Schneemann aus, als gehöre er schon immer genau dorthin. Die Sonne liegt hell auf dem Schnee, auf dem Eimer und auf dem stillen Gesicht aus Steinen. Über die Fläche streicht ein leichter Wind und wirbelt ein paar feine Flocken von den Zaunlatten. Alles glitzert, der Schnee, die Luft und die stille Winterwiese.

    Du bleibst noch eine Weile sitzen und spürst die klare Kälte auf deinen Wangen. Vor dir steht der Schneemann in der Mittagssonne, ruhig und freundlich auf der weiten weißen Fläche. Nichts stört die Stille dieses Ortes

    Die weite, helle Wiese liegt ruhig vor dir, und alles bleibt ganz still im Mittagslicht.

    Du kannst diese und viele weitere Fantasiereisen für Kinder zum Malen kostenlos auf YouTube, Apple Podcasts, Amazon Music, Spotify und hier auf unserer Website anhören:

    https://www.sylwias-ausmalwelt.de/fantasiereisen-fuer-kinder-zum-malen/

    Worum geht es in dieser Geschichte?

    Der Schneemann am Zaun – Fantasiereise für Kinder zum Malen nimmt dich mit auf eine ruhige Winterwiese, die ganz still unter einem klaren Himmel liegt. Der Schnee glitzert im hellen Mittagslicht, und mit jeder Bewegung entsteht Schritt für Schritt ein Schneemann – aus kleinen Kugeln, die immer größer werden und sich fest verbinden.

    Diese Fantasiereise für Kinder zum Malen lädt dazu ein, genau hinzusehen und den Moment wahrzunehmen. Der weiche Schnee in den Händen, die Spur auf der Wiese, der alte Besen am Zaun und der blaue Eimer – alles wird zu einem Teil des Bildes. Mit kleinen Steinen entsteht ein freundliches Gesicht, und die Karotte leuchtet warm im hellen Weiß.

    Die Szene bleibt ruhig und klar. Der Schneemann steht fest auf der Wiese, eingerahmt vom Zaun, während die Luft kühl und ruhig wirkt. Es ist ein Moment, der sich langsam entfaltet und viel Raum lässt, sich eigene Bilder vorzustellen.

    Besonders geeignet ist diese Fantasiereise für:

    – ruhige Momente am Tag
    – kleine Pausen zwischendurch
    – den Abend vor dem Einschlafen
    – Kinder, die sich gern Bilder im Kopf vorstellen
    – Kinder, die ruhige, malbare Fantasiewelten mögen